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SP-Tanja Wehsely: Anliegen von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen
Friday, June 26th, 2009Kommunales/SPÖ/Wehsely Tanja/Wien/Jugend/JugendanwaltschaftSP-Tanja Wehsely: Anliegen von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen =
Wien (SPW-K) - “Kinder und Jugendliche haben Pflichten, vor allem
aber Rechte - und es ist wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen.
Kinder und Jugendliche müssen ernst genommen und auch respektiert
werden. Das muss ein durchgängiges, zentrales Anliegen unserer
Gesellschaft sein”, stellte Donnerstag SP-Abgeordnete Mag. Tanja
Wehsely in ihrem Debattenbeitrag im Wiener Landtag über den
Tätigkeitsbericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft für die Jahre
2007/2008 fest.
Wehsely sprach ihren Dank gegenüber der Jugendanwältin und dem
Jugendanwalt der Stadt Wien für ihre engagierte Arbeit aus,
gratulierte zu ihrer Wiederbestellung und listete eine Reihe der
durch die Arbeit der Jugendanwaltschaft erreichten Verbesserungen für
die jungen Menschen in der Stadt auf, wobei sie u.a. die Novellierung
der Bauordnung, bei der erstmals auch eine Flächensicherung für junge
Menschen beim jugendgerechten Planen und Bauen gewährleistet würde,
hervorhob. Lob von Seiten der Mandatarin gab es auch für die von
allen Parteien gemeinsam erarbeitete Novellierung des Wiener
Jugendschutzgesetzes bezüglich der PC-Spiele. Das Bemühen, zwischen
Totalverbot und vollkommener Freigabe, einen Kompromiss zu finden,
habe einer Gratwanderung geglichen, die aber letztlich erfolgreich
bewältigt habe werden können, betonte Wehsely.
Auch dem Thema Jugendgewalt widmete die Abgeordnete eine Reihe von
Anmerkungen, wobei sie darauf hinwies, wie wichtig gerade in diesem
Bereich intensive, zudem gut vernetzte Präventionsmaßnahmen auch im
außerschulischen Bereich wären. Wehsely: “Nicht der Ruf nach Law and
Order ist angesagt und das Aufblasen von individuellem Fehlverhalten,
wie etwa jenes eines Schülers in der Schule Enkplatz in Simmering,
der die Funktionsweise einer Pfefferspraydose ausprobiert hat,
sondern stärker an Prävention zu arbeiten. Auch bei dem Vorfall in
Simmering ist bedauerlicherweise medial mit Kanonen auf Spatzen
geschossen worden”, stellte Wehsely fest.
Abschließend kritisierte die Abgeordnete einmal mehr die
Abschaffung des hervorragend funktionierenden, ausgezeichnet
vernetzen und vor allem innovativen Jugendgerichtshofes durch die
vormalige schwarzblaue Bundesregierung. “Alle nun seitens der Justiz
gewälzten Pläne im Bereich der Jugendgerichtsbarkeit können diesen
fatalen Schritt nicht wieder gutmachen”, schloss Wehsely.
Jugendarbeit in Wien bedeutet Mitbestimmung und nicht ‘Aktion scharf’ und Gratisbier
Tuesday, June 23rd, 2009Wr. Rechnungsabschluss 2008 - SP Tanja Wehsely: “Jugendarbeit in Wien
bedeutet Mitbestimmung und nicht ‘Aktion scharf’ und Gratisbier” =
Wien (SPW-K) - “Kinder und Jugendliche verdienen Liebe, Respekt,
Anerkennung und alle Chancen dieser Welt. Selber Mitgestalten,
gefragt werden - das alles fördert das Verantwortungsbewusstsein
unserer Kinder und Jugendlichen”, sagt Mag.a Tanja Wehsely in der
Spezialdebatte Bildung, Jugend, Information und Sport in der
Rechnungsabschlussdebatte des Gemeinderats. “Diese Maßnahmen, die
Wien setzt, sind mehr wert, als jede Aktion scharf”.
Wien setze auf Prävention, sagt Wehsely: “Es geht darum, auf
mögliches Fehlverhalten bei Jugendlichen einzugehen, die Situation zu
analysieren, zu strukturieren und ihnen zu zeigen: sie können sich
beteiligen. N otwendig dabei ist der unbedingte Rückhalt der
Erwachsenen!” In Wien seien alle Kinder gleich, egal ob seit
Generationen hier oder zugewandert, betont Wehsely. Scharf kritisiert
sie neuerlich die Abschaffung des international anerkannten
Jugendgerichtshofes durch die ÖVP und die FPÖ.
Im Schulbereich erinnert Tanja Wehsely an das intensiv
vorbereitete Projekt der gemeinsamen Schule der 6 bis 14jährigen:
“Die neue Mittelschule startet im Herbst. Wien ist das einzige
Bundesland, in dem mehr Allgemein Bildende Höhere Schulen als in
anderen Bundesländern teilnehmen. Zum Start des Projekts sind 20
Schulen dabei. Ich bin überzeugt, dass es rasch viel mehr werden”.
Eine weitere Entwicklung sei das Campus-Modell. Dort beginnt die
Bildung bereits mit dem Kindergarten. “In beiden Modellen, der neuen
Mittelschule und dem Campus, wird qualitätsvolle Bildung in
verschränkter Form aus Bildung und Freizeit ganztägig angeboten.
Irgendwann werden beide Modelle miteinander verschmelzen.”
Auch bei der außerschulischen Jugendarbeit ist Wien europaweit
führend, sagt Wehsely. “Auch hier setzen wir auf s ozialräum liche
und lebensweltorientierte Arbeit und arbeiten auf Basis der
Mitbestimmung von und Unterstützung für Jugendliche “.
“Wir laden Jugendliche nicht auf Gratisgetränke ein und signieren
Dekolletees. Wir schaffen Arbeitsplätze für Jugendliche!”, kritisiert
Tanja Wehsely die FPÖ. In Wien gebe es mit Herbst 2009 4.500
überbetriebliche Ausbildungsplätze. Dabei sei die Stadt Wien mit
1.200 Jugendlichen in Ausbildung sowieso der größte
Lehrstellenanbieter der Region .
“Wir sind stolz auf alle Wiener Kinder und Jugendlichen und wollen
ihre engsten Verbündeten sein! Unsre Jugend ist positiv, bunt und
kreativ und das braucht Wien”,sagt Tanja Wehsely.
Pfefferspray-Handhabung in Schule - SP- Tanja Wehsely: Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen
Saturday, June 13th, 2009Pfefferspray-Handhabung in Schule - SP- Tanja Wehsely: Nicht mit
Kanonen auf Spatzen schießen
Utl.: Haftstrafe für Eltern wäre unangemessen - Akzeptanz und
Vertrauen gegenüber pubertierenden Jugendlichen wichtig =
Wien (SPW-K) - “So falsch, unangenehm und in jeder Hinsicht
abzulehnen die kürzlich erfolgte Pfefferspray-Handhabung eines
Jugendlichen in einer Schule in Wien-Simmering auch ist, so sollte
deswegen im Zuge Aufarbeitung des Vorfalls die Verhältnismäßigkeit
nicht aus den Augen verloren werden. Eine angedrohte Haftstrafe für
die Eltern, wie von rückwärtsgewandten, konservativen Politikern
gefordert wird, wäre für das Vergehen sicherlich unangemessen. Eltern
haften im Fall des Auftretens von ihren Kindern ausgelösten Schäden
gegenüber Dritten ohnehin bereits, in der Regel finanziell. Mit dem
bloßen Ruf nach Einsperren von an der Tat selbst völlig Unbeteiligten
wird das Problem nicht gelöst, es könnte in seinen Folgen letztlich
sogar noch verschlimmert werden, weil es vorhandene familiäre Bande
letztlich auf eine besonders große Belastung - bis zum völligen
Zerreißen - stellen könnte”, stellte Freitag SP- Gemeinderätin Mag.
Tanja Wehsely zu der Debatte und speziell der Haft-Forderung fest.
Pubertierenden Kindern und Jugendlichen die Gefängnisrute
gegenüber ihnen selbst und den Eltern ins Fenster zu stellen, würde
bedeuten, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, meinte Wehsely weiter.
Noch dazu, wo der 14Jährige offensichtlich nicht vorsätzlich zum
Schaden gegenüber anderen gehandelt hätte, sondern ausprobieren
wollte, wie Pfefferspray funktioniere. Wehsely: “Nicht das ständige
Drohen mit dem Vorschlaghammer, sondern das Eingehen auf das
Fehlverhalten, das Schaffen von Unrechtsbewusstsein und darauf
resultierende Einsicht in Fehlverhalten sind meiner Meinung nach der
richtige, weil nachhaltige Weg. Dazu bedarf es allerdings auch
seitens der Erwachsenenwelt den Jugendlichen den ihnen grundsätzlich
zustehenden Respekt und Vertrauen und den notwendigen Ernst sowie
Geduld entgegenzubringen. Wer die gerade während der Zeit der
Pubertät bei Kindern und Jugendlichen verstärkt auftretenden
Problemstellungen negiert und bei unvorsätzlichem Fehlverhalten
gleich nach dem Strafrichter ruft, tut der Sache keinen guten Dienst.
Kindern und Jugendlichen sollte man nicht bloß eine Chance, sondern
wenn notwendig, auch drei oder vier geben”, betonte Wehsely.
Die Stadt sowie zahlreiche private Initiativen und Einrichtungen
böten jedenfalls, so die Gemeinderätin, den betroffenen Kindern und
Jugendlichen selbst und darüber und natürlich auch deren Eltern eine
Reihe von Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten im Fall des
auffälligen Verhaltens an. Die beste Prävention gegen krasses
Fehlverhalten sei allerdings mehr denn je die ausgeprägte Investition
in Bildung, Aufklärung und die ernste Beschäftigung mit Vorstellungen
von Kindern und Jugendlichen. Die vor über acht Jahrzehnten seitens
des großen Wiener Sozial- und Gesundheitspolitikers Julius Tandler
formulierte Erkenntnis: ┤Wer Kindern Paläste baut, reißt Kerkermauern
nieder`, hat auch heute nichts von ihrer Sinnhaftigkeit eingebüßt”,
schloss Wehsely.
Wiener Jugendausschuss beschließt 90.000 Euro für Jugendprojekte
Friday, March 13th, 2009für die Umsetzung von jugendorientierten Projekten beschlossen.
“Diese Gelder stehen kleinen Vereinen, Gruppen und Initiativen zur
Verfügung, die auch während des Jahres Projekte einreichen”, sagte
heute Gemeinderätin Tanja Wehsely, die im Ausschuss für Jugendarbeit
zuständig ist. “Das sind zusätzliche Mittel, die unbürokratisch in
Anspruch genommen werden können und so eine gute Ergänzung zur
laufenden Jugendarbeit mit großen Basisbudgets sind.”
Stadt Wien nimmt junge Menschen ernst und ist an ihren Anliegen und
Problemen, aber auch ihren Potentialen interessiert”, betont Tanja
Wehsely. “So gibt es in Wien sehr viele und vielfältige Angebote und
Projekte im Bereich Jugendarbeit: Das reicht von
Freizeit-Aktivitäten, über spezielle Projekte für Burschen und
Mädchen, Medienprojekte, Beratungs- und Bildungsservice, Jugendtreffs
bis hin zur mobilen Jugendarbeit und der Parkbetreuung. Diese
nicht-kommerziellen jugendgerechten Angebote bieten: Raum für
Entfaltung, die Möglichkeit, gratis Freunde zu treffen, Unterstützung
und Förderung durch ausgebildetes, multidisziplinäres, diversitäres
Personal, Infrastruktur für Internet, Telefon, Drucker, etc um
Lehrstellenbewerbungen und Hausübungen machen zu können, und vieles
mehr!”
Jugendarbeit auf, damit ist Wien europaweit topp!” schloss Wehsely.