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City-Breakdancer - SP-Tanja Wehsely und SP-Baxant: Stadt arbeitet bereits an für alle Seiten tragbarer Lösung

Saturday, November 28th, 2009

City-Breakdancer - SP-Tanja Wehsely und SP-Baxant: Stadt arbeitet
bereits an für alle Seiten tragbarer Lösung
Utl.: Montag (30.) Gespräche zwischen Stadt und Straßenkünstlern - Grüne
setzen allein auf Populismus =

Wien (OTS/SPW-K) - “Während die Wiener Grünen auch mit ihrer
gestrigen Aktion hinsichtlich der Diskussion über die
Straßenkunstszene in der City - Stichwort Breakdancer - allein auf
Populismus setzen, handelt die Stadt Wien: Bereits am kommenden
Montag (30.) wird es ein eingehendes Gespräch zwischen der
Magistratsabteilung 36 und Vertretern der Breakdancer geben. Dabei
soll eine für alle Seiten tragbare Lösung gefunden werden, mit der
diese attraktive Darstellungsform von Kleinkunst in der
Öffentlichkeit weiterhin ihren Platz hat”, kündigten Samstag (28.)
SP-Gemeinderätin Mag. Tanja Wehsely und SP-Gemeinderat Peko Baxant in
einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien an.

“Die Breakdancer sind seit einigen Jahren ein Teil der bunten und
lebendigen Kleinkunstszene in Wien. Ihre oftmals akrobatischen
Darstellungen sind Ausdruck der Lebensfreude junger Menschen, engen
in keiner Weise den Lebensraum anderer ein, hingegen erfreuen ihre
Künste viele ZuseherInnen aller Generationen”, setzten Wehsely und
Baxant fort. Umso befremdlicher wirke es daher, so die Mandatarin und
der Mandatar, wenn die ÖVP-Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt,
Stenzel, gewissermaßen einen Kleinkrieg gegen Breakdancer führe und
diese offensichtlich weg haben wolle, weil deren Kunstform nicht ihr
konservatives Kulturbild passe. “Kultur beginnt und endet nicht an
der Tür der Staatsoper oder des Burgtheaters, so bedeutend auch diese
beiden Institutionen für die Kultur in der Donaumetropole sind,
sondern erstreckt sich über alle Lebensräume des Menschen. Wer die
Freiheit der Kunst und Kultur auch durch engstirnigen Bürokratismus
zu beschneiden versucht, erweist dem Kulturschaffen keinen guten
Dienst”, betonten Wehsely und Baxant.

Abschließend informierten Wehsely und Baxant, dass bereits am
Freitag der kommenden Woche die Lösung des - künstlich, weil
mutwillig - geschaffenen Problems gegenüber der Öffentlichkeit
präsentiert werden soll. “Die SP-Stadtregierung macht also Nägel mit
Köpfen, während andere der Kleinkunst Steine in den Weg legen oder
allein mit Populismus punkten wollen”, so Wehsely und Baxant.

“Stenzel betreibt Aktion scharf gegen die junge Kreativszene”

Saturday, November 28th, 2009

Straßenkunst - SP-Tanja Wehsely und Peko Baxant: “Stenzel betreibt Aktion scharf gegen die junge Kreativszene”
Utl.: Solidaritätsaktion am Freitag, 4.12 um 16 Uhr am Stephansplatz =

Wien (OTS/SPW-K) - “Seit vielen Jahren treten die jungen
Breakdance-Künstler in Wien auf”, sagen die SP-Jugendsprecherin Tanja
Wehsely und Jugendsprecher Peko Baxant, “Die Tänzer sind die
absoluten Stars der Wiener HipHop und Breakdance-Szene und gelten
europaweit als eine der besten Formationen. Darüberhinaus sind sie
als friedliche und sportliche Community Vorbild für viele junge
Menschen.”
Die Tänzer begeistern das Publikum seit langem mit ihren
atemberaubenden Performances im ersten Bezirk. “Regelmäßig stehen
begeisterte Menschen um die Gruppe herum verfolgen die erstklassigen
Darbietungen”, sagen Wehsely und Baxant, “Es hat in all den Jahren
nie Ärger mit den Künstlern gegeben.”

Seitdem Ursula Stenzel ihr Amt als Bezirksvorsteherin angetreten
hat, werde den Breakdancern jedoch das Leben schwer gemacht: “Ohne
Vorwarnung ist den Künstlern eine Geldstrafe von 350 Euro pro Kopf
aufgebrummt worden”, sind Wehsely und Baxant entsetzt, “Mittlerweile
wird die Gruppe sogar vertrieben, wenn sie ohne Musik auftritt!
Anscheinend handelt es sich hier um einen Versuch von
Bezirksvorsteherin Stenzel, aus dem Hinterhalt gegen ein buntes und
lebendiges Wien vorzugehen.”

“Wir lassen uns die Kreativszene nicht kaputt machen! Alle
Kunstformen sind wichtig für Wien und ein Zeichen für die
Lebendigkeit unserer Stadt. Deswegen stehen wir Seite an Seite mit
den Breakdancern und rufen zu einer Solidaritätsaktion auf”, kündigen
Wehsely und Baxant an.
Die Solidaritätskundgebung findet am Freitag, den 4. Dezember um 16
Uhr am Stephansplatz statt. Es wird ein starkes und lebendiges
Zeichen des jungen, kreativen Wien ausgehen und klar machen, daß die
Innere Stadt nicht nur Stenzel gehört.
“Wir lieben unsere Stadt für ihre Buntheit, das lassen wir uns auch
von Frau Stenzel nicht vermiesen”, stellen Wehsely und Baxant klar.

AUFKLÄRUNG IS IT!

Tuesday, November 10th, 2009

www.sexwecan.at

Neues Fördermodell kommt allen Eltern zugute

Friday, June 26th, 2009

Kindergarten in Wien - SP-Wutzlhofer: “Neues Fördermodell kommt allen
Eltern zugute”
Utl.: Über 45.000 Betreuungsplätze in Wien beitragsfrei =  Wien (SPW-K) - “Das neue Wiener Fördermodell für Kindergärten
kommt allen Eltern in Wien zugute. Wien setzt damit einen der größten
Schritte zur Entlastung des Mittelstands”, betonte SPÖ-Gemeinderat
Jürgen Wutzlhofer zum heutigen Beschluss des neuen Fördermodells für
Privatkindergärten im Wiener Gemeinderat. “Unverständlicherweise hat
aber die Wiener ÖVP damit große Probleme!”
 
  Alle Trägerorganisationen bekämen von der Stadt ab dem Herbst mehr
Geld als bisher, sagt Wutzlhofer. Eltern würden dadurch wesentlich
entlastet. “Durch diesen größten bildungspolitischen Schritt in der
jüngsten Geschichte werden 45.000 Plätze, also insgesamt mehr als 80
Prozent aller Plätze in Wien, ab Herbst beitragsfrei”, stellt
Wutzlhofer klar. “Auch wenn es der ÖVP nicht passt: Wien und die
Wiener SPÖ setzt mit dem Gratiskindergarten neue Maßstäbe, die andere
- vor allem ÖVP-regierte Bundesländer - so rasch nicht erreichen
werden!” 

 

Jugendarbeit in Wien bedeutet Mitbestimmung und nicht ‘Aktion scharf’ und Gratisbier

Tuesday, June 23rd, 2009

Wr. Rechnungsabschluss 2008 - SP Tanja Wehsely: “Jugendarbeit in Wien
bedeutet Mitbestimmung und nicht ‘Aktion scharf’ und Gratisbier” =

Wien (SPW-K) - “Kinder und Jugendliche verdienen Liebe, Respekt,
Anerkennung und alle Chancen dieser Welt. Selber Mitgestalten,
gefragt werden - das alles fördert das Verantwortungsbewusstsein
unserer Kinder und Jugendlichen”, sagt Mag.a Tanja Wehsely in der
Spezialdebatte Bildung, Jugend, Information und Sport in der
Rechnungsabschlussdebatte des Gemeinderats. “Diese Maßnahmen, die
Wien setzt, sind mehr wert, als jede Aktion scharf”.

Wien setze auf Prävention, sagt Wehsely: “Es geht darum, auf
mögliches Fehlverhalten bei Jugendlichen einzugehen, die Situation zu
analysieren, zu strukturieren und ihnen zu zeigen: sie können sich
beteiligen. N otwendig dabei ist der unbedingte Rückhalt der
Erwachsenen!” In Wien seien alle Kinder gleich, egal ob seit
Generationen hier oder zugewandert, betont Wehsely. Scharf kritisiert
sie neuerlich die Abschaffung des international anerkannten
Jugendgerichtshofes durch die ÖVP und die FPÖ.

Im Schulbereich erinnert Tanja Wehsely an das intensiv
vorbereitete Projekt der gemeinsamen Schule der 6 bis 14jährigen:
“Die neue Mittelschule startet im Herbst. Wien ist das einzige
Bundesland, in dem mehr Allgemein Bildende Höhere Schulen als in
anderen Bundesländern teilnehmen. Zum Start des Projekts sind 20
Schulen dabei. Ich bin überzeugt, dass es rasch viel mehr werden”.
Eine weitere Entwicklung sei das Campus-Modell. Dort beginnt die
Bildung bereits mit dem Kindergarten. “In beiden Modellen, der neuen
Mittelschule und dem Campus, wird qualitätsvolle Bildung in
verschränkter Form aus Bildung und Freizeit ganztägig angeboten.
Irgendwann werden beide Modelle miteinander verschmelzen.”

Auch bei der außerschulischen Jugendarbeit ist Wien europaweit
führend, sagt Wehsely. “Auch hier setzen wir auf s ozialräum liche
und lebensweltorientierte Arbeit und arbeiten auf Basis der
Mitbestimmung von und Unterstützung für Jugendliche “.

“Wir laden Jugendliche nicht auf Gratisgetränke ein und signieren
Dekolletees. Wir schaffen Arbeitsplätze für Jugendliche!”, kritisiert
Tanja Wehsely die FPÖ. In Wien gebe es mit Herbst 2009 4.500
überbetriebliche Ausbildungsplätze. Dabei sei die Stadt Wien mit
1.200 Jugendlichen in Ausbildung sowieso der größte
Lehrstellenanbieter der Region .

“Wir sind stolz auf alle Wiener Kinder und Jugendlichen und wollen
ihre engsten Verbündeten sein! Unsre Jugend ist positiv, bunt und
kreativ und das braucht Wien”,sagt Tanja Wehsely.

JUGEND

Tuesday, March 17th, 2009

ich wurde vom standard.at interviewt. ganzes interview unter punkt presse “ich werde den jugendlichen nie einen scheiss erzählen” oder auf standard online unter: http://derstandard.at/?url=/?id=1237227457325

SPÖ-Politikerin Tanja Wehsely über die neuen Spar-Tricks der Jugendlichen, die Hemmschwelle des Bürgermeisters und das nicht unterschreitbare Niveau der FPÖ

Tanja Wehsely gilt als führende Jugendpolitikerin in der Wiener SPÖ. Beim Kaffee in der Millennium City, einem Konsumtempel im 20. Wiener Bezirk, erklärte sie derStandard.at, wie richtige Jugendarbeit Straßenkämpfe verhindern kann, warum sich alle Wiener zu ihrer Stadt bekennen und wieso man Strache nicht auf den Leim gehen darf. Teil Eins der derStandard.at-Serie “Junge Wiener Politik”. Die Fragen stellte Lukas Kapeller.

“Werde Jugendlichen nie einen Scheiß erzählen”

Tuesday, March 17th, 2009

http://derstandard.at/?url=/?id=1237227457325

17.03.2009 08:02

“Werde Jugendlichen nie einen Scheiß erzählen”
SPÖ-Politikerin Tanja Wehsely über die neuen Spar-Tricks der Jugendlichen, die Hemmschwelle des Bürgermeisters und das nicht unterschreitbare Niveau der FPÖ - Foto

Tanja Wehsely gilt als führende Jugendpolitikerin in der Wiener SPÖ. Beim Kaffee in der Millennium City, einem Konsumtempel im 20. Wiener Bezirk, erklärte sie derStandard.at, wie richtige Jugendarbeit Straßenkämpfe verhindern kann, warum sich alle Wiener zu ihrer Stadt bekennen und wieso man Strache nicht auf den Leim gehen darf. Teil Eins der derStandard.at-Serie “Junge Wiener Politik”. Die Fragen stellte Lukas Kapeller.

***

derStandard.at: Wir haben uns für dieses Interview eine kleine Aufgabe ausgedacht: einen Ort zu suchen, der für junge Menschen in Wien steht. Wir treffen uns in der Millennium City, einem Zentrum für Shopping und schnelles Essen. Warum gerade hier?

Wehsely: Die Millennium City ist bei vielen Jugendlichen beliebt. Jugendliche gehen gern spazieren und shoppen oder zumindest “window-shoppen”. Sie haben ja nicht viel Geld. Aber sie leben in der Konsum- und Medienwelt, in der wir alle leben. Die Jugendlichen entwickeln auch ihre Tricks, wie sie hier mit möglichst wenig Geld lange verweilen können.

derStandard.at: Zum Beispiel?

Wehsely: Die Jugendlichen überlegen sich sehr gute Strategien. Sie gehen zum Beispiel in Geschäfte, schnorren sich ein Plastiksackerl und geben irgendwas hinein. Somit gelten sie als Konsumenten und können ungestört in die Geschäfte gehen. Oder sie kaufen sich im Restaurant ein Getränk und gehen auf dem Klo Wasser nachfüllen - und können stundenlang hier sitzen.

derStandard.at: Jugendliche treten in Shopping Malls wie dieser in großen Gruppen auf und verbringen viel Zeit hier. Der “Kurier” berichtete im Februar über Gewalt zwischen Jugendbanden, nach dem Motto: Millennium City gegen Lugner City.

Wehsely: Junge Menschen treten nun einmal in Cliquen auf, das ist gut und normal. Wir haben sofort nachgefragt: In der Millennium City gab es keine Anzeigen bei der Polizei, in der Lugner City schon. Natürlich gibt es Gruppen, die sich aneinander reiben, es wird auch Übergriffe geben. Die Frage ist aber, wie darüber berichtet wird. Jugend fällt halt meistens auf, wenn sie brutal wird, und dafür kriegt sie dann in den Medien die „Lorbeeren”.

derStandard.at: Aus der FPÖ Wien kommt der Vorwurf, die von der SPÖ propagierte Präventionsarbeit im Bereich der Jugendlichen sei gescheitert.

Wehsely: Wir haben in Wien eine der bestausgebauten Jugendarbeit-Organisationen in Europa und wahrscheinlich weltweit. Wir investieren 30 Millionen Euro im Jahr. Unser Prinzip ist halt nicht, die Jugend von Haus aus zu verurteilen und zu verunglimpfen, sondern sie ernst zu nehmen.

derStandard.at: Die FPÖ verunglimpft und verurteilt die Jugend?

Wehsely: Definitiv. Sie arbeitet auch mit unlauteren Mitteln, indem sie sich Einzelne herauspickt. Am liebsten will ich gar nicht über die FPÖ reden, das ist mir eigentlich zu fad. Mit Jugendlichen muss man reden, sie respektieren und ihnen so viel Kommunikation wie möglich anbieten. Jugendarbeit würde vor allem auffallen, wenn es sie nicht gäbe, wenn wir die Psychologen, Beratungslehrer und Psychagogen nicht mehr hätten. Zumindest fällt aber auf, dass wir nicht Zustände wie in Frankreich oder Griechenland haben, aus verschiedensten Gründen, unter anderem wegen guter Bildungs- und Jugendarbeit.

derStandard.at: Trotzdem gelang es den Freiheitlichen, bei Nationalrats- und Landtagswahlen junge Wähler sehr stark zu mobilisieren.

Wehsely: Also bei der Wiener Landtagswahl war es nicht so. Da waren wir mit 56 Prozent bei den Erstwählern Nummer eins. Es gibt da Unterschiede zwischen Bundes- und Wien-Ergebnissen. Aber bei den Erstwählern, also 16- bis 19-Jährigen, waren wir auch bei der Nationalratswahl an erster Stelle. Dem Strache gehen leider viele Leute, inklusive Medien, auf den Leim, indem sie propagieren, die Jugend sei nach Rechts gerutscht.

derStandard.at: Österreichweit punktet die FPÖ aber schon bei den Jungen.

Wehsely: Ja, aber warum: Wenn wer ähnliche Argumente benutzt wie die Jugend selber und sich dabei als 40-jähriger Spitzenpolitiker im österreichischen Parlament nicht deppert vorkommt, dann ist das ein Niveau, das man faktisch nicht unterschreiten kann. Man muss viele Sachen selbstkritisch sehen, aber eines ist schon ein ganz großes Problem von uns: Ich werde mich nie hinstellen - der Bürgermeister und die anderen Genossen genauso wenig - und den Jugendlichen irgendeinen Scheiß‘ erzählen. Da gibt es eine Hemmschwelle, und die ist auch gut. Wenn ich gegen die Ausländer, gegen „die da oben” schimpfe und wettere, zieht das halt bei manchen Kids.

derStandard.at: Was machen Sie in Wien für jugendliche Migranten?

Wehsely: Wir fordern zum Beispiel eine Doppel-Staatsbürgerschaft für junge Menschen bis 18 Jahre. Wir sagen: Sei hier zuhause und trag’ deine Wurzeln mit, entscheide dich, wenn du reif genug und angekommen bist. Wir machen außerdem eine Zuwanderungskommission, die in den nächsten Wochen kommt. Da schauen wir, was Wien für eine Zuwanderung braucht.

derStandard.at: Migration wird auf Bundesebene meist im Kontext mit Sicherheit und Kriminalität diskutiert. Sie kommen aus der Sozialarbeit. Was beschäftigt junge Migranten denn wirklich?

Wehsely: Sie beschäftigt exakt dasselbe wie andere junge Menschen: Wo kriege ich eine gute Bildung her? Wie kriege ich einen Job, der mir eine Existenz sichert, damit ich mir Wohnung, Familie und ein Auto leisten kann.

derStandard.at: Die Migranten-Situation in Wien ist mit keinem Bundesland vergleichbar. In Brigittenau zum Beispiel gibt es bereits türkisch dominierte Grätzel, in anderen Bezirken leben hingegen kaum Migranten. Lässt sich da überhaupt noch was tun gegen diese Separation?

Wehsely: Das ist die Frage, ob man das als Separation sieht. Wir müssen in diesem Vereinten Europa, mit seinen vielen Nationen und Ethnien, einen Schritt weiter gehen. Wir leben in einer offenen, transkulturellen Gesellschaft. Wir haben in Brigittenau viele Migranten, aber sie sind sehr wohl integriert. Diese angebliche Parallelgesellschaft sehe ich differenzierter.

derStandard.at: Die Jugendlichen hier sprechen zum Beispiel oft Türkisch miteinander. Kann man wirklich sagen: Wien hat kein Integrationsproblem?

Wehsely: Dass auf der Straße viel Türkisch gesprochen wird, ist das ein Integrationsproblem? In New York fährt man nach Chinatown, damit man so etwas erleben kann. In Chicago feiern sie gerade groß den St. Patrick’s Day, wo alle, die in der 130. Generation einmal irisches Blut hatten, sagen, sie seien irisch. Wir müssen definieren, wie weit jemand Österreicher sein und dabei andere Wurzeln haben darf. Alle Jugendlichen in Wien sagen, sie seien Wiener, aber nicht alle sagen, dass sie Österreicher sind. Irgendwas dürften wir schon in Wien geschafft haben, dass sich alle Menschen zu dieser Stadt bekennen.

derStandard.at: Einkaufszentren wie dieses sind bevölkert mit Jugendlichen. Ist die heranwachsende Generation heute oberflächlicher, vielleicht auch weniger politisch, als noch vor 20 Jahren?

Wehsely: Ich glaube das ehrlich gesagt nicht. Es gibt da zu schnelle Urteile, nach dem Motto: „Weil sich die Jugend da trifft, ist sie konsumsüchtig.” Ich war zum Beispiel immer politisch, aber ich hatte viele Klassenkameraden, die es nicht waren.

derStandard.at: Was kann man gegen den Polit-Frust bei den Jungen tun?

Wehsely: Ich glaube, es gibt einen allgemeinen Politik-Frust. Man muss mit den Leuten reden. Ich gehe sehr gern in Klassen, in Jugendzentren. Ich versuche wirklich in Kontakt zu kommen. Ich bin nach wie vor draußen in den Parks unterwegs. Wenn die Leute einmal eine halbe Stunde ihren Frust ausgeschüttet haben, dann kann man mit ihnen differenziert diskutieren.

derStandard.at: Sie haben gesagt, die Stadt Wien nehme 30 Millionen Euro jährlich für Jugendarbeit in die Hand. Was passiert damit?

Wehsely: Die Grundidee der außerschulischen Jugendarbeit ist, dass man den Jugendlichen Räumlichkeiten mit einer Grundausstattung gratis zur Verfügung stellt. Computer, Internet, Drucker. Man soll dort seine Freizeit verbringen, Freunde treffen und zum Selbstkostenpreis ein Cola trinken können. Und die Erwachsenen, die du dort triffst, respektieren dich und packen dich nicht sofort an deinen Defiziten. Sie sagen grundsätzlich: Du bist okay. (Lukas Kapeller, derStandard.at, 17.3.2009)

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Zur Person

Tanja Wehsely (36) begann als diplomierte Sozialarbeiterin, unter anderem beim Verein Wiener Jugendzentren, deren Obfrau sie heute ist. Von 2002 bis 2006 war sie Bezirksrätin und Jugendbeauftragte in Brigittenau, seit 2007 sitzt sie im Wiener Gemeinderat. Gemeinsam mit Peko Baxant zeichnet sie für die Jugendpolitik der Wiener SPÖ verantwortlich. Ihre ältere Schwester Sonja ist Stadträtin für Gesundheit.

JUGENDZENTREN

Thursday, December 4th, 2008

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Ein erhebender und toller moment für mich: ich darf mich heute den mitarbeiterInnen der wiener jugendzentren als neue obfrau des vereins vorstellen! Die jugendzentren sind der grösste träger professioneller offener jugendarbeit in wien, auch in österreich - mit an die 300 mitarbeiterInnen und über 30 standorte. Das flaggschiff der wr jugendarbeit. Tolles potential, engagierte leute, gute haltungen…eine freude! Ich bin echt stolz u freu mich u bin auch ein bissl nervös… Gestern konnten wir auch - unter anderen das budget 09 für d jugendzentren beschliessen (im jugendausschuss des gemeinderats). Wir sind gut dotiert um d wichtige arbeit zu leisten! SPÖ und GRÜNE haben den budgets d jugendarbeit zugestimmt. ÖVP u FPÖ nicht. Es ist wichtig, dass auch d wr jugendlichen das erfahren!