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Pfefferspray-Handhabung in Schule - SP- Tanja Wehsely: Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen

Saturday, June 13th, 2009

Pfefferspray-Handhabung in Schule - SP- Tanja Wehsely: Nicht mit
Kanonen auf Spatzen schießen
Utl.: Haftstrafe für Eltern wäre unangemessen - Akzeptanz und
Vertrauen gegenüber pubertierenden Jugendlichen wichtig =

Wien (SPW-K) - “So falsch, unangenehm und in jeder Hinsicht
abzulehnen die kürzlich erfolgte Pfefferspray-Handhabung eines
Jugendlichen in einer Schule in Wien-Simmering auch ist, so sollte
deswegen im Zuge Aufarbeitung des Vorfalls die Verhältnismäßigkeit
nicht aus den Augen verloren werden. Eine angedrohte Haftstrafe für
die Eltern, wie von rückwärtsgewandten, konservativen Politikern
gefordert wird, wäre für das Vergehen sicherlich unangemessen. Eltern
haften im Fall des Auftretens von ihren Kindern ausgelösten Schäden
gegenüber Dritten ohnehin bereits, in der Regel finanziell. Mit dem
bloßen Ruf nach Einsperren von an der Tat selbst völlig Unbeteiligten
wird das Problem nicht gelöst, es könnte in seinen Folgen letztlich
sogar noch verschlimmert werden, weil es vorhandene familiäre Bande
letztlich auf eine besonders große Belastung - bis zum völligen
Zerreißen - stellen könnte”, stellte Freitag SP- Gemeinderätin Mag.
Tanja Wehsely zu der Debatte und speziell der Haft-Forderung fest.

Pubertierenden Kindern und Jugendlichen die Gefängnisrute
gegenüber ihnen selbst und den Eltern ins Fenster zu stellen, würde
bedeuten, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, meinte Wehsely weiter.
Noch dazu, wo der 14Jährige offensichtlich nicht vorsätzlich zum
Schaden gegenüber anderen gehandelt hätte, sondern ausprobieren
wollte, wie Pfefferspray funktioniere. Wehsely: “Nicht das ständige
Drohen mit dem Vorschlaghammer, sondern das Eingehen auf das
Fehlverhalten, das Schaffen von Unrechtsbewusstsein und darauf
resultierende Einsicht in Fehlverhalten sind meiner Meinung nach der
richtige, weil nachhaltige Weg. Dazu bedarf es allerdings auch
seitens der Erwachsenenwelt den Jugendlichen den ihnen grundsätzlich
zustehenden Respekt und Vertrauen und den notwendigen Ernst sowie
Geduld entgegenzubringen. Wer die gerade während der Zeit der
Pubertät bei Kindern und Jugendlichen verstärkt auftretenden
Problemstellungen negiert und bei unvorsätzlichem Fehlverhalten
gleich nach dem Strafrichter ruft, tut der Sache keinen guten Dienst.
Kindern und Jugendlichen sollte man nicht bloß eine Chance, sondern
wenn notwendig, auch drei oder vier geben”, betonte Wehsely.

Die Stadt sowie zahlreiche private Initiativen und Einrichtungen
böten jedenfalls, so die Gemeinderätin, den betroffenen Kindern und
Jugendlichen selbst und darüber und natürlich auch deren Eltern eine
Reihe von Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten im Fall des
auffälligen Verhaltens an. Die beste Prävention gegen krasses
Fehlverhalten sei allerdings mehr denn je die ausgeprägte Investition
in Bildung, Aufklärung und die ernste Beschäftigung mit Vorstellungen
von Kindern und Jugendlichen. Die vor über acht Jahrzehnten seitens
des großen Wiener Sozial- und Gesundheitspolitikers Julius Tandler
formulierte Erkenntnis: ┤Wer Kindern Paläste baut, reißt Kerkermauern
nieder`, hat auch heute nichts von ihrer Sinnhaftigkeit eingebüßt”,
schloss Wehsely.

JUGEND

Tuesday, March 17th, 2009

ich wurde vom standard.at interviewt. ganzes interview unter punkt presse “ich werde den jugendlichen nie einen scheiss erzählen” oder auf standard online unter: http://derstandard.at/?url=/?id=1237227457325

SPÖ-Politikerin Tanja Wehsely über die neuen Spar-Tricks der Jugendlichen, die Hemmschwelle des Bürgermeisters und das nicht unterschreitbare Niveau der FPÖ

Tanja Wehsely gilt als führende Jugendpolitikerin in der Wiener SPÖ. Beim Kaffee in der Millennium City, einem Konsumtempel im 20. Wiener Bezirk, erklärte sie derStandard.at, wie richtige Jugendarbeit Straßenkämpfe verhindern kann, warum sich alle Wiener zu ihrer Stadt bekennen und wieso man Strache nicht auf den Leim gehen darf. Teil Eins der derStandard.at-Serie “Junge Wiener Politik”. Die Fragen stellte Lukas Kapeller.

Presse

Monday, February 4th, 2008

Jugend/Gewalt/Medien/SPÖ/Wien-Klub/Wehsely

 Jugendliche/Gewalt - SP-Tanja Wehsely: “Medien müssen sich ihrer

Verantwortung gegenüber Jugendlichen bewusst werden” =

   Wien (SPW-K) - “Wäre das, was manche Medien über unsere Jugend

berichten, die Wirklichkeit, würde ich mich fürchten. Ich bin oft

unter Jugendlichen und kann versichern: die Berichte haben wenig mit

der Realität gemein”, sagt SPÖ-Gemeinderätin Tanja Wehsely. Natürlich

gebe es immer wieder Vorfälle, die dann von den Medien

ausgeschlachtet werden. “Von diesen Einzelfällen auf alle Jugendliche

Rückschlüsse zu ziehen, ist aber kontraproduktiv”, sagt Wehsely.

   Die Medien ersucht die Gemeinderätin, mit mehr Feingefühl

vorzugehen: “Natürlich will jeder 14-Jährige ultracool sein und wird

für ein Foto in einer Zeitung mit Messer und Schlagring posieren -

auch wenn er mit Gewalt nichts am Hut hat”. Was von solchen Berichten

in den Köpfen der Kids hängen bleibt: Willst du Aufmerksamkeit, musst

du brutal sein - “Und das ist genau die falsche Botschaft”, sagt

Wehsely.

   Wien als Stadt der Jugend setzt auf Einbindung und Partizipation

von jungen Menschen in möglichst vielen Bereichen”, sagt Wehsely.

Wien setze dabei auf vielfältigste Angebote und Projekte, unter

anderem im Bereich Jugendarbeit. Erst vor kurzem wurde im Wiener

Gemeinderat ein umfassendes Paket im Bereich Jugendförderung

beschlossen: “Das Angebot für Jugendliche in Wien reicht von

Freizeit-Aktivitäten, über spezielle Projekte für Burschen und

Mädchen, über Medienprojekte, Beratungs- und Bildungsservice,

Jugendtreffs bis hin zur mobilen Jugendarbeit und der Parkbetreuung”,

listet Wehsely auf. “Insgesamt wendet Wien heuer 29 Millionen Euro

für Jugendarbeit auf. Mit ihrem vielfältigen Angebot für junge

Menschen ist die Stadt europaweit einzigartig!” Auch im Bereich

Arbeitsplätze gibt es für benachteiligte junge Menschen ein Projekt

von waff und AMS, bei dem Jugendliche eine Ausbildung und einen

Arbeitsplatz bekommen.

    Wesentlich sei dabei immer, den Jugendlichen Respekt und

Vertrauen entgegenzubringen. “Unser Ziel ist es, die oft überzogene

und gegen Jugendliche gerichtete öffentliche Diskussion in sinnvolle

Bahnen zu lenken. Pauschale Verurteilungen sind jedenfalls fehl am

Platz! Klischees über ‘die Jugend von heute, die immer ärger wird’

sind so alt wie die Menschheit selbst und werden durch oftmalige

Wiederholung nicht richtiger”, sagt Tanja Wehsely.

   (Schluss)