“Wiens Integrationspolitik setzt auf Kooperation
Thursday, January 26th, 2012“Integrationspolitik ist gleich Arbeitsmarktpolitik ist gleich Bildungspolitik ist gleich Sozialpolitik”, machte SP-Gemeinderätin Tanja Wehsely im Rahmen der heutigen Gemeinderatssitzung deutlich. Angesichts dieser engen Verzahnung setze die Stadt Wien bewusst auf kooperative Strukturen, die die Effizienz und den Nutzen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer steigern, aber auch mithelfen, Doppelgleisigkeiten zu vermeiden, betonte Wehsely und bezeichnete besonders das Projekt “Perspektive” als “Musterbeispiel für Effizienz und Kooperation”.
“‘Perspektive’ schließt nahtlos an die muttersprachliche Erstberatung im Rahmen von ‘StartWien’ an - dies, die gemeinsame Förderung aus einer Hand und die Tatsache, dass sowohl die Beratungsstelle des waff
als auch der MigrantInnenberatung unter einem Dach zusammen gefasst sind, sorgen für kurze Wege und mehr Effizienz”, erklärte Wehsely.
Eine ebenfalls enge Kooperation pflege die Stadt Wien mit dem AMS, um das vorhandene Potenzial neuzugewanderter Wienerinnen und Wiener zu nutzen. Dass dies wichtig sei, habe die aktuelle AK-Studie gezeigt, der zufolge viele MigrantInnen nicht ihrer Qualifikation entsprechend eingesetzt werden.
Erfreut zeigte sich die Gemeinderätin über die angekündigte flächendeckende Ausweitung des - ursprünglich Wiener - Pilotprojekts des Jugendcoachings. “Seit gestern ist es offiziell, dass Projekte wie ‘C’mon14′ oder ‘M.o.v.e. On’ in Zukunft in jeder einzelnen Schule angeboten werden wird. Damit können wir allen Jugendlichen - und unabhängig von ihrer Herkunft - bestmögliche Unterstützung und Beratung beim Übergang von der Schule in eine weitere Ausbildung bzw. den Beruf bieten. Das Jugendcoaching, das in den Wiener Schulen schon seit geraumer Zeit sehr erfolgreich läuft, bietet den Jugendlichen individuelle Unterstützung und begleitet sie bei ihrer persönlichen Entscheidung über den weiteren beruflichen Lebensweg”, erklärte Wehsely.
Das Jugendcoaching als Teil der Wiener Ausbildungsgarantie sei ein weiterer wichtiger Schritt darin, junge Menschen individuell und anhand ihrer persönlichen Stärken und Schwächen zu beraten und zu fördern. “In diesem Sinn spielen die Projekte, deren Förderung wir heute beschließen, auch für die Wiener Integrationspolitik eine wichtige Rolle und helfen mit das Ziel, sozialen Aufstieg zu ermöglichen und die rege Teilhabe an Arbeitsmarkt, Bildung und gesellschaftlichem Leben zu fördern, zu erreichen”, so die Gemeinderätin abschließend.
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