Rosenkranz-Antreten ist “Zumutung für Land und Menschen”
Als “Zumutung für das Land und die Menschen” bezeichnete der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Christian Deutsch das Antreten von Barbara Rosenkranz bei der Bundespräsidentenwahl. Es sei unfassbar, dass eine Person, die das Verbotsgesetz und damit den demokratiepolitischen Grundkonsens der 2. Republik in Frage stelle, das höchste Amt in der Republik bekleiden wolle.
“In der 2. Republik gibt es ein klares Bekenntnis zur Demokratie und gegen Faschismus und Rechtsextremismus. Rosenkranz verhöhnt mit ihren Aussagen und ihrer Historie alle, die Österreich zu dem gemacht haben, was es ist: eine Demokratie, in der alle Formen von Rassismus und Diskriminierung keinen Platz haben und wo die historische Verantwortung ernst genommen wird!
Weder Naivität noch Unwissenheit stecken hinter den Aussagen von Rosenkranz, so Deutsch: “Es ist die grausliche Gesinnung einer Person, die nach einer Plattform sucht, um ihre zutiefst widerlichen Parolen unters Volk zu bringen.” Die Wiener SPÖ werde auf jeden Fall “nicht tolerieren, dass der demokratische Grundkonsens dieses Landes unterminiert wird”.
Als Farce bezeichnete Deutsch zudem die FPÖ-Werbung für ihre “angeblich Heimat verbundene” Kandidatin. “Die Wahrheit ist: Rosenkranz hat über Jahre hindurch die Heimat geschädigt!”, kritisierte der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär scharf. Sie habe an vorderster Stelle mitgewirkt, als unter der schwarzblauen Bundesregierung “bedürftigen Menschen Sozialleistungen ganz einfach weggestrichen und sie im Stich gelassen wurden”. Rosenkranz habe so wie Strache mitzuverantworten, dass massiv Polizeipersonal abgebaut wurde, HausbesorgerInnen abgeschafft wurden und die Zukunft der Kinder durch massiven Bildungsabbau aufs Spiel gesetzt wurde. “Rosenkranz kann sich nicht aus ihrer Verantwortung stehlen! Sie hat sich längst für das oberste Amt Österreichs disqualifiziert!”, stellte Deutsch klar.