Lehrlingsausbildung – SP-Tanja Wehsely: „SPÖ-Stadtregierung muss noch immer Versäumnisse von schwarz-blau ausbessern!“
Thursday, October 29th, 2009Lehrlingsausbildung – SP-Tanja Wehsely: „SPÖ-Stadtregierung muss noch immer Versäumnisse von schwarz-blau ausbessern!“
Überbetriebliche Lehrausbildung ist oft einzige Chance für Jugendliche, eine Lehre zu absolvieren
„Anstatt die Wiener Jugendlichen als zu dämlich für eine Lehre hinzustellen, sollte die nicht amtsführende VP-Stadträtin Leeb sich fragen, warum die von ihr hochgelobten Betriebe nicht selbst Lehrlinge ausbilden“, reagiert SP-Gemeinderätin Mag. (FH) Tanja Wehsely auf Aussagen der VP-Politikerin. Die Stadt würde auch in diesem Fall einspringen, eben weil die Betriebe einen Facharbeitermangel beklagen, selbst aber nicht in der Lage oder Willens sind, Facharbeiter auszubilden.
Unter Schwarz-Blau wurden die bestehenden Lehrlingsstiftungen abgeschafft und durch Kurse ersetzt, die den Jugendlichen keine Aussicht auf Lehrabschlüsse geboten haben. „Ohne die Initiative Wiens wäre eine Trendwende bei der Sicherung der Ausbildung für Lehrstellensuchende nicht geglückt“, sagt Wehsely. Schwarz-Blau hingegen hat die Lehrstellen im öffentlichen Bereich sukzessive abgebaut.
Durch die erfolgreichen Maßnahmen der Wiener SPÖ-Stadtregierung hat sich die Zahl der lehrstellensuchenden Jugendlichen im September im Vorjahresvergleich um mehr als 900 reduziert. „Einen Rückgang bei den lehrstellensuchenden Jugendlichen gibt es nur in Wien. Die Aufstockung der Plätze in den Lehrwerkstätten um 1.000 Plätze gemeinsam mit dem AMS wirkt. Es stehen nun 4.500 Plätze zur Verfügung“, stellt die SPÖ-Gemeinderätin fest. Im Übrigen gebe es in ganz Österreich keine einzige Lehrstelle, die nicht durch Bund oder Stadt gefördert wird.
Auch für 18- bis 25-jährige Jugendliche hat die Stadt Wien zielgerichtete Angebote: das Kostenlose Nachholen von Bildungsabschlüssen wird vom Wiener ArbeitnehmerInnen Fonds (waff) gefördert. Auch können Jugendliche in Wien eine Lehre mit Matura gratis nachholen.
„Die Alternative zu den Wiener Lehrwerkstätten wären tausende Jugendliche ohne Job. Ein Szenario, mit dem die ÖVP und die FPÖ offen liebäugeln. Für die Wiener SPÖ hingegen ist jeder arbeitslose Jugendliche einer zuviel!“, sagt Wehsely. Und in Richtung des freiheitlichen Jugendsprecher Gudenus meint Tanja Wehsely: wer sinnerfassend Lesen könne, sei stark im Vorteil. Seine Kritik wäre obsolet, hätte er die Aussendung von Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch genau gelesen.