SP-Lindenmayr: “Die Stadt Wien spekuliert nicht!”
30.Jul 09
Wirtschaft/Beteiligungen/Politik/SPÖ/Wien-Klub/Lindenmayr
Wien (SPW-K) - “Die Stadt Wien veranlagt grundsätzlich keine
Mittel in Aktien oder Aktienfonds”, stellt der Vorsitzende des
SPÖ-Rathausklubs, Gemeinderat Siegi Lindenmayr in einer Reaktion auf
ÖVP und FPÖ klar. “Wien hat keine internationalen
Wertpapierveranlagungen vorgenommen, sondern veranlagt Mittel
ausschließlich konservativ, das heißt, das Risiko ist so gering wie
möglich. Dies geschieht im Interesse der Wiener Steuerzahler.”
“Die Stadt Wien hält eine strategische Beteiligung an der
Flughafen Wien AG, die seit Ende 1953 besteht, also seit über 55
Jahren!”, stellt Lindenmayr klar. Diese Beteiligung sei strategischer
Natur, also nicht darauf orientiert, Aktien zu verkaufen und damit
etwaige Gewinne oder Verluste zu realisieren. “Die Stadt handelt
dabei völlig transparent und nachvollziehbar: Die Bewertung dieser
strategischen Beteiligung zum Stichtag 31.12. des jeweiligen Jahres
wird jeweils im Rechnungsabschluss der Stadt Wien dokumentiert und
ist im Internet abrufbar”, sagt der Klubvorsitzende.
Fakt sei, der Kurs der Flughafen-Aktie habe sich verändert: Stand
der Kurswert am 31.12.2007 noch bei 79 Euro, so lag er am 31.12.2008
bei 31,75 Euro. “Bei 4,2 Millionen Aktien, die die Stadt Wien - wie
übrigens auch Niederösterreich - hält, ergibt dies per 31.12.2008
eine ‘Kursdifferenz’ von 198,45 Millionen Euro. Da Wien sich aber
nicht von den Flughafen-Aktien trennen wird, ist das lediglich eine
stichtagsbezogenen Wertberichtigung und kein Verlust für die
Steuerzahler”, stellt Lindenmayr klar.
Vollkommen unerklärlich ist für Klubvorsitzenden Lindenmayr die
Kritik von VP-Tschirf: eine im Juli 2009 von Tschirf eingebrachte
Anfrage betreffend die direkten und indirekten Beteiligungen der
Stadt Wien und ihrer Unternehmungen wurde damals bereits umfassend
beantwortet. “Offenbar hat der VP-Klubobmann das bereits wieder
vergessen. Oder er will nur vom Versagen seiner eigenen Partei bei
der Bundesfinanzierungsagentur ablenken”, vermutet Siegi Lindenmayr.