Jetzt um den eigenen Lehrplatz kümmern


Brauner: Eine gute Ausbildung als Zukunftsinvestition

Rund 16.000 Wiener Jugendliche haben im Juli ihre Schulpflicht beendet. Viele von ihnen entscheiden sich im Anschluss für eine Lehrausbildung. Wien unterstützt diese Jugendlichen und fördert die Lehre kräftig. “Allein in der überbetrieblichen Lehrausbildung haben wir gemeinsam mit dem AMS für das neue Lehrjahr 4.500 Plätze geschaffen”, betont Wiens Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Renate Brauner, “die Stadt Wien bietet damit allen jungen WienerInnen, die eine Lehre absolvieren möchten, die Chance auf eine vollwertige Lehrausbildung. Denn eine gute berufliche Qualifikation schützt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten am besten vor Arbeitslosigkeit.” Das unterstreicht auch die Arbeitslosenstatistik: Menschen mit guter Ausbildung werden viel seltener arbeitslos als Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Mehr als die Hälfte der Wiener Arbeitslosen haben maximal einen Pflichtschulabschluss. Deshalb gilt: Je besser die Qualifikation, umso geringer ist das Risiko, arbeitslos zu werden.

Hintergrund: Lehre in Wien
In Wien wählen rund 30 Prozent der SchulabgängerInnen eine Lehre als Berufsausbildung. Sie ist genau richtig für alle, die eine möglichst praxisnahe Ausbildung anstreben. Die Palette der Lehrberufe reicht von A wie AugenoptikerIn bis Z wie ZahntechnikerIn. Derzeit absolvieren in Wien mehr als 18.000 junge Menschen eine Lehre. 4.800 Wiener Betriebe bildeten im Jahr 2008 Lehrlinge aus - und nicht nur junge WienerInnen, sondern auch Lehrlingen aus anderen Bundesländern: Rund 23 Prozent der Wiener Lehrlinge haben ihren Hauptwohnsitz nicht in Wien, sondern kommen aus dem Umland.

Kräftige Unterstützung für die Lehrausbildung
Im Lehrjahr 2009/2010 werden rund 2.250 Jugendliche ihre Ausbildung in der überbetrieblichen Lehre beginnen. Weitere 2.250 junge Menschen sind schon mitten in ihrer Ausbildung. Insgesamt gibt es also 2009/2010 für 4.500 junge WienerInnen überbetriebliche Lehrplätze. Das sind um 750 mehr als im abgelaufenen Lehrjahr. Dafür werden von der Stadt Wien und dem AMS insgesamt 84 Millionen Euro investiert. “Dieses Geld setzen wir bewusst und zielgerichtet für die Unterstützung junger Menschen ein, damit sie gerade jetzt ihre Chancen am Arbeitsmarkt verbessern können”, meint dazu Renate Brauner.

Hintergrund: Die überbetriebliche Lehrausbildung
Seit 2008 haben Jugendliche im Zuge der “Ausbildungsgarantie” des Bundes die Möglichkeit, die gesamte Lehrzeit in einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte zu absolvieren. Sie werden also nicht in einem Unternehmen ausgebildet. Parallel zur praktischen Ausbildung in der Lehrwerkstätte besuchen sie die Berufsschule und machen Praktika in verschiedenen Wiener Betrieben. Die künftigen Lehrlinge können aus insgesamt 20 Berufen wählen. Ausbildungen zu Kfz-TechnikerInnen werden ebenso angeboten wie zu Hotel- und GastgewerbeassistentInnen oder TischlerInnen. Bei der überbetrieblichen Lehre handelt es sich um eine vollwertige Lehrausbildung, die den Jugendlichen neben der fachlichen Qualifikation soziale Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Höflichkeit oder den Umgang mit KundInnen vermittelt. Während ihrer Ausbildung stehen den Jugendlichen LehrausbildnerInnen, SozialpädagogInnen und LehrerInnen zur Seite.

Brauner: Jetzt um den eigenen Lehrplatz kümmern
Für all jene, die auf Lehrstellensuche sind, hat Vizebürgermeisterin Brauner einen wichtigen Tipp parat: “Wer bis jetzt noch keine Lehrstelle bekommen hat, sollte so schnell wie möglich ins Arbeitsmarktservice für Jugendliche kommen. Denn dort erhalten Lehrstellensuchende kompetente Unterstützung. Und nur über das AMS bekommen sie auch einen Platz in einer Lehrwerkstätte.”

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