SP-Tanja Wehsely: Anliegen von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen
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Wien (SPW-K) - “Kinder und Jugendliche haben Pflichten, vor allem
aber Rechte - und es ist wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen.
Kinder und Jugendliche müssen ernst genommen und auch respektiert
werden. Das muss ein durchgängiges, zentrales Anliegen unserer
Gesellschaft sein”, stellte Donnerstag SP-Abgeordnete Mag. Tanja
Wehsely in ihrem Debattenbeitrag im Wiener Landtag über den
Tätigkeitsbericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft für die Jahre
2007/2008 fest.
Wehsely sprach ihren Dank gegenüber der Jugendanwältin und dem
Jugendanwalt der Stadt Wien für ihre engagierte Arbeit aus,
gratulierte zu ihrer Wiederbestellung und listete eine Reihe der
durch die Arbeit der Jugendanwaltschaft erreichten Verbesserungen für
die jungen Menschen in der Stadt auf, wobei sie u.a. die Novellierung
der Bauordnung, bei der erstmals auch eine Flächensicherung für junge
Menschen beim jugendgerechten Planen und Bauen gewährleistet würde,
hervorhob. Lob von Seiten der Mandatarin gab es auch für die von
allen Parteien gemeinsam erarbeitete Novellierung des Wiener
Jugendschutzgesetzes bezüglich der PC-Spiele. Das Bemühen, zwischen
Totalverbot und vollkommener Freigabe, einen Kompromiss zu finden,
habe einer Gratwanderung geglichen, die aber letztlich erfolgreich
bewältigt habe werden können, betonte Wehsely.
Auch dem Thema Jugendgewalt widmete die Abgeordnete eine Reihe von
Anmerkungen, wobei sie darauf hinwies, wie wichtig gerade in diesem
Bereich intensive, zudem gut vernetzte Präventionsmaßnahmen auch im
außerschulischen Bereich wären. Wehsely: “Nicht der Ruf nach Law and
Order ist angesagt und das Aufblasen von individuellem Fehlverhalten,
wie etwa jenes eines Schülers in der Schule Enkplatz in Simmering,
der die Funktionsweise einer Pfefferspraydose ausprobiert hat,
sondern stärker an Prävention zu arbeiten. Auch bei dem Vorfall in
Simmering ist bedauerlicherweise medial mit Kanonen auf Spatzen
geschossen worden”, stellte Wehsely fest.
Abschließend kritisierte die Abgeordnete einmal mehr die
Abschaffung des hervorragend funktionierenden, ausgezeichnet
vernetzen und vor allem innovativen Jugendgerichtshofes durch die
vormalige schwarzblaue Bundesregierung. “Alle nun seitens der Justiz
gewälzten Pläne im Bereich der Jugendgerichtsbarkeit können diesen
fatalen Schritt nicht wieder gutmachen”, schloss Wehsely.