Archive for March, 2009

STELLVERTRETERIN

Tuesday, March 31st, 2009

Die Vollversammlung des Wiener SP-Gemeinderatsklubs wählte am 31. März Gemeinderat Siegi Lindenmayr mit großer Mehrheit zum neuen Klub-Vorsitzenden. Lindenmayr ist in dieser Funktion damit ab sofort Nachfolger vom in der jüngsten Gemeinderatssitzung zum Amtsführenden Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport gewählten Christian Oxonitsch.

Gleichzeitig mit der Wahl Lindenmayrs wurde zusätzlich die Ergänzungswahl von drei seiner StellvertreterInnen durchgeführt und damit das Klubpräsium nach dem Ausscheiden der vormaligen Gemeinderätin und nunmehrigen Stadträtin Frauenberger, Bezirksvorsteher a.D. Lacina sowie des ehemaligen Gemeinderats und nunmehrigen Sozialministers Hundstorfer wieder auf den zahlenmäßig vorgesehenen Umfang gebracht. Als StellvertreterInnen Lindenmayrs fungieren nun auch Gemeinderätin Mag.a Tanja Wehsely, Gemeinderat Dr. Harald Troch und Bezirksvorsteher Ing. Heinz Lehner. Die weiteren Klubvorsitzenden-StellvertreterInnen sind Zweite Landtagspräsidentin Prof. Erika Stubenvoll, Gemeinderätin Martina Ludwig und Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner.

FRAUENWERKSTATT

Monday, March 30th, 2009

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Wir gratulieren den absolventinnen der wiener SPÖ frauenwerkstatt, funktionärinnen aus wiener bezirken, die sich in mehreren modulen mit frauengeschichte und -politik auseinander gesetzt haben! Es ist wichtig zu wissen wo frau herkommt damit frau wohinkommt!! Nämlich zu gleichstellung, eigenständigkeit und selbstbestimmung!

GRETE

Thursday, March 26th, 2009

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Es ist soweit…Grete Laska - vizebürgermeisterin, jugend-, bildungs-, sport- und informationsstadträtin tritt ab…ein grosser verlust, eine zutiefst menschliche, persönliche interessierte politikerin. Ehrlich interessiert an jugendlichen, an menschen….der aufbau der europaweit besten offenen jugendarbeit geht eindeutig auf ihr konto, neue mittelschule startet im herbst, genauso wie der gratis-kindergarten. Sie war nie überheblich, abgehoben, elitär…einer pädagogik verpflichtet die menschen zu mutigen, selbstständigen, selbstbewussten menschen macht. Grete, ich danke dir auch persönlich, ich schätze dich und hab dich wirklich gern! Alles gute!

ICH BIN WIEN

Monday, March 23rd, 2009

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Grosse jugendaktion der sp und vorfeldorganisationen in der brigittenau! Den ganzen samstag nachmittag haben wir gemeinsam bei der milleniumcity verteilt: sozialistische jugend, arbeiter samariter jugend, junge generation und junge rote! Wir konnten diskutieren, nachfragen wie’s geht, einladen mitzumachen! Konkret gibt’s im 20. Bezirk am 27.3. Von 17 - 21h einen gratis filmabend für alle interessierten jugendlichen mit snacks u getränken. Mitvoten u film auwählen unter www.rotejugend.at - plan wie man hinkommt ist auch dort nachzulesen. Super wenn ihr kommt!

AFRIKA

Sunday, March 22nd, 2009

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Mit genossinnen gemeinderätinnen nurten yilmaz und anica matzka-dojder war ich beim 3. Afrika frühlingsball eingeladen. Sehr schöne location, viele nette u engagierte leute getroffen. Primär natürlich aus der african community aber auch aus der jugendarbeit usw…es wurden auch preise verliehen…ich durfte den preis für besonderes engagement gegen FGM übereichen und zwar an die herausragende kämpferin Etenesh Hadis. Sie berät seit jahren unsere ehemalige frauenministerin u jetzige 1. Nationalratspräsidentin barbara prammer. Hochachtung und herzliche gratulation! Auch zu einem gelungenem ball!

SEE YOU TV

Thursday, March 19th, 2009

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Happy birthday ’see you tv’ der wr jugendzentren! Die sendung von und für jugendliche produziert seit 3 jahren einen monatlichen beitrag auf okto, dem community sender der stadt. Nächste termine: 8.april, 6. Mai, 3. Juni, 1.juli, 29. Juli kabelkanal 8, immer ein mittwoch um 20 uhr! Alles gute und viel spass beim zuschauen!

Lehrlinge - SP Wehsely: “Wien bietet umfangreiches Angebot an überbetrieblichen Lehrstellen”

Thursday, March 19th, 2009

Lehrlinge - SP Wehsely: “Wiens bietet umfangreiches Angebot an
überbetrieblichen Lehrstellen an”
Utl.: Wehsely. “Forderungen der FPÖ sind entweder absurd oder schon
     lange erfüllt” =  Wien (SPW-K) - “Die Realität ist an der FPÖ anscheinend vollkommen
vorübergegangen - wie immer”, stellt SPÖ-Gemeinderätin Mag.a (FH)
Tanja Wehsely in einer Reaktion auf das sogenannte FPÖ-Lehrlingspaket
fest. “So gut wie alle Punkte, die die FPÖ fordert sind bereits
erfüllt. Der Bund und die Stadt Wien investieren viel Geld in die
Lehrlingsausbildung”. Zuletzt hatte Arbeitsminister Rudolf
Hundstorfer die “Aktion Future” vorgestellt: noch heuer sollen 40.000
junge Menschen in ganz Österreich zwischen 19 und 24 Jahren entweder
binnen sechs Monaten einen Job bekommen oder - falls dies nicht
möglich ist - eine Ausbildungsmaßnahme. Dotiert ist dieses Programm
mit 120 Mio. Euro. “Wien kümmert sich gemeinsam und in enger
Abstimmung mit dem Arbeitsminister aktiv um die Ausbildung der jungen
Wienerinnen und Wiener und lässt niemanden im Regen stehen”, sagt
Wehsely.

  Junge Menschen, die keine Lehrstelle in einem Betrieb finden,
können ihre gesamte Ausbildung in einer überbetrieblichen
Lehrausbildung absolvieren. 3.500 Plätze stellt Wien gemeinsam mit
dem Arbeitsmarktservice zur Verfügung. Dafür wendet die Stadt Wien
11,4 Millionen Euro auf. “Anlässlich der Wirtschaftskrise legen wir
nochmals nach”, betont Wehsely. Insgesamt stehen 3.750 Plätze zur
Verfügung. Die Stadt Wien setzt dafür mehr als eine halbe Million
Euro ein. “Sollten im kommenden Jahr mehr Plätze notwendig sein, wird
die Kapazität bedarfsgerecht angepasst”, kündigt die SP-Politikerin
an.

  Darüber hinaus sind die Stadt Wien und die ausgegliederten
Betriebe der Stadt intensiv als LehrausbildnerInnen tätig: “So werden
beispielsweise die Wiener Stadtwerke in den nächsten fünf Jahren 600
Lehrlinge ausbilden. Derzeit werden 130 Lehrlinge gesucht. Weitere
760 Lehrlinge werden zurzeit bei der Stadt ausgebildet. Auch hier
sind für kommenden Herbst Lehrstellen frei”, sagt Wehsely.

  Die Stadt Wien stimmt viele Maßnahmen zur Unterstützung von
Jugendlichen beim Berufseinstieg mit allen Beteiligten ab. In Wien
ist die Angebotspalette besonders breit: das Projekt “Amandas Matz”
berät Mädchen und junge Frauen, “Mädchen entscheiden” dient der
Berufsvorbereitung von Mädchen und beim Bildungsbonus für Lehrlinge
stehen jedem Lehrling 200 Euro für Weiterbildung zur Verfügung. Aus
dem Konjunkturschwerpunkt für 2009 werden die Projekte “Meine Chance”
und ein Übergangsmanagement für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche
finanziert. Außerdem wird in Wien eine Gratis Lehre mit Matura über
den Kultur- und Sportverein der Wiener Berufsschulen angeboten. “All
diese Maßnahmen sind nur ein kleiner Auszug aus dem Angebot der Stadt
an junge Menschen”, sagt Wehsely.

  “In ihrem Eifer haben Schock und Gudenus übersehen, dass es die
Freifahrt für Lehrlinge mit der Lehrlingsfreikarte schon längst gibt,
günstige Wohnungen den jungen Wienerinnen und Wienern über Wiener
Wohnen ebenfalls zur Verfügung stehen und die Forderung nach einem
Kostenzuschuss zum Führerschein sozial völlig unausgewogen ist”,
merkt Tanja Wehsely an. “Ein einziges Mal beschäftigt sich die FPÖ
mit Inhalten statt mit mehr oder weniger persönlichen Untergriffen
und schon geht alles daneben. Es zeigt sich wieder einmal, dass die
FPÖ außer Aufhetzen und Polarisieren nichts wirklich kann - auch wenn
sie meint, das Maß aller Dinge bei Stilfragen im politischen Umgang
zu sein.”

 

JUGEND

Tuesday, March 17th, 2009

ich wurde vom standard.at interviewt. ganzes interview unter punkt presse “ich werde den jugendlichen nie einen scheiss erzählen” oder auf standard online unter: http://derstandard.at/?url=/?id=1237227457325

SPÖ-Politikerin Tanja Wehsely über die neuen Spar-Tricks der Jugendlichen, die Hemmschwelle des Bürgermeisters und das nicht unterschreitbare Niveau der FPÖ

Tanja Wehsely gilt als führende Jugendpolitikerin in der Wiener SPÖ. Beim Kaffee in der Millennium City, einem Konsumtempel im 20. Wiener Bezirk, erklärte sie derStandard.at, wie richtige Jugendarbeit Straßenkämpfe verhindern kann, warum sich alle Wiener zu ihrer Stadt bekennen und wieso man Strache nicht auf den Leim gehen darf. Teil Eins der derStandard.at-Serie “Junge Wiener Politik”. Die Fragen stellte Lukas Kapeller.

“Werde Jugendlichen nie einen Scheiß erzählen”

Tuesday, March 17th, 2009

http://derstandard.at/?url=/?id=1237227457325

17.03.2009 08:02

“Werde Jugendlichen nie einen Scheiß erzählen”
SPÖ-Politikerin Tanja Wehsely über die neuen Spar-Tricks der Jugendlichen, die Hemmschwelle des Bürgermeisters und das nicht unterschreitbare Niveau der FPÖ - Foto

Tanja Wehsely gilt als führende Jugendpolitikerin in der Wiener SPÖ. Beim Kaffee in der Millennium City, einem Konsumtempel im 20. Wiener Bezirk, erklärte sie derStandard.at, wie richtige Jugendarbeit Straßenkämpfe verhindern kann, warum sich alle Wiener zu ihrer Stadt bekennen und wieso man Strache nicht auf den Leim gehen darf. Teil Eins der derStandard.at-Serie “Junge Wiener Politik”. Die Fragen stellte Lukas Kapeller.

***

derStandard.at: Wir haben uns für dieses Interview eine kleine Aufgabe ausgedacht: einen Ort zu suchen, der für junge Menschen in Wien steht. Wir treffen uns in der Millennium City, einem Zentrum für Shopping und schnelles Essen. Warum gerade hier?

Wehsely: Die Millennium City ist bei vielen Jugendlichen beliebt. Jugendliche gehen gern spazieren und shoppen oder zumindest “window-shoppen”. Sie haben ja nicht viel Geld. Aber sie leben in der Konsum- und Medienwelt, in der wir alle leben. Die Jugendlichen entwickeln auch ihre Tricks, wie sie hier mit möglichst wenig Geld lange verweilen können.

derStandard.at: Zum Beispiel?

Wehsely: Die Jugendlichen überlegen sich sehr gute Strategien. Sie gehen zum Beispiel in Geschäfte, schnorren sich ein Plastiksackerl und geben irgendwas hinein. Somit gelten sie als Konsumenten und können ungestört in die Geschäfte gehen. Oder sie kaufen sich im Restaurant ein Getränk und gehen auf dem Klo Wasser nachfüllen - und können stundenlang hier sitzen.

derStandard.at: Jugendliche treten in Shopping Malls wie dieser in großen Gruppen auf und verbringen viel Zeit hier. Der “Kurier” berichtete im Februar über Gewalt zwischen Jugendbanden, nach dem Motto: Millennium City gegen Lugner City.

Wehsely: Junge Menschen treten nun einmal in Cliquen auf, das ist gut und normal. Wir haben sofort nachgefragt: In der Millennium City gab es keine Anzeigen bei der Polizei, in der Lugner City schon. Natürlich gibt es Gruppen, die sich aneinander reiben, es wird auch Übergriffe geben. Die Frage ist aber, wie darüber berichtet wird. Jugend fällt halt meistens auf, wenn sie brutal wird, und dafür kriegt sie dann in den Medien die „Lorbeeren”.

derStandard.at: Aus der FPÖ Wien kommt der Vorwurf, die von der SPÖ propagierte Präventionsarbeit im Bereich der Jugendlichen sei gescheitert.

Wehsely: Wir haben in Wien eine der bestausgebauten Jugendarbeit-Organisationen in Europa und wahrscheinlich weltweit. Wir investieren 30 Millionen Euro im Jahr. Unser Prinzip ist halt nicht, die Jugend von Haus aus zu verurteilen und zu verunglimpfen, sondern sie ernst zu nehmen.

derStandard.at: Die FPÖ verunglimpft und verurteilt die Jugend?

Wehsely: Definitiv. Sie arbeitet auch mit unlauteren Mitteln, indem sie sich Einzelne herauspickt. Am liebsten will ich gar nicht über die FPÖ reden, das ist mir eigentlich zu fad. Mit Jugendlichen muss man reden, sie respektieren und ihnen so viel Kommunikation wie möglich anbieten. Jugendarbeit würde vor allem auffallen, wenn es sie nicht gäbe, wenn wir die Psychologen, Beratungslehrer und Psychagogen nicht mehr hätten. Zumindest fällt aber auf, dass wir nicht Zustände wie in Frankreich oder Griechenland haben, aus verschiedensten Gründen, unter anderem wegen guter Bildungs- und Jugendarbeit.

derStandard.at: Trotzdem gelang es den Freiheitlichen, bei Nationalrats- und Landtagswahlen junge Wähler sehr stark zu mobilisieren.

Wehsely: Also bei der Wiener Landtagswahl war es nicht so. Da waren wir mit 56 Prozent bei den Erstwählern Nummer eins. Es gibt da Unterschiede zwischen Bundes- und Wien-Ergebnissen. Aber bei den Erstwählern, also 16- bis 19-Jährigen, waren wir auch bei der Nationalratswahl an erster Stelle. Dem Strache gehen leider viele Leute, inklusive Medien, auf den Leim, indem sie propagieren, die Jugend sei nach Rechts gerutscht.

derStandard.at: Österreichweit punktet die FPÖ aber schon bei den Jungen.

Wehsely: Ja, aber warum: Wenn wer ähnliche Argumente benutzt wie die Jugend selber und sich dabei als 40-jähriger Spitzenpolitiker im österreichischen Parlament nicht deppert vorkommt, dann ist das ein Niveau, das man faktisch nicht unterschreiten kann. Man muss viele Sachen selbstkritisch sehen, aber eines ist schon ein ganz großes Problem von uns: Ich werde mich nie hinstellen - der Bürgermeister und die anderen Genossen genauso wenig - und den Jugendlichen irgendeinen Scheiß‘ erzählen. Da gibt es eine Hemmschwelle, und die ist auch gut. Wenn ich gegen die Ausländer, gegen „die da oben” schimpfe und wettere, zieht das halt bei manchen Kids.

derStandard.at: Was machen Sie in Wien für jugendliche Migranten?

Wehsely: Wir fordern zum Beispiel eine Doppel-Staatsbürgerschaft für junge Menschen bis 18 Jahre. Wir sagen: Sei hier zuhause und trag’ deine Wurzeln mit, entscheide dich, wenn du reif genug und angekommen bist. Wir machen außerdem eine Zuwanderungskommission, die in den nächsten Wochen kommt. Da schauen wir, was Wien für eine Zuwanderung braucht.

derStandard.at: Migration wird auf Bundesebene meist im Kontext mit Sicherheit und Kriminalität diskutiert. Sie kommen aus der Sozialarbeit. Was beschäftigt junge Migranten denn wirklich?

Wehsely: Sie beschäftigt exakt dasselbe wie andere junge Menschen: Wo kriege ich eine gute Bildung her? Wie kriege ich einen Job, der mir eine Existenz sichert, damit ich mir Wohnung, Familie und ein Auto leisten kann.

derStandard.at: Die Migranten-Situation in Wien ist mit keinem Bundesland vergleichbar. In Brigittenau zum Beispiel gibt es bereits türkisch dominierte Grätzel, in anderen Bezirken leben hingegen kaum Migranten. Lässt sich da überhaupt noch was tun gegen diese Separation?

Wehsely: Das ist die Frage, ob man das als Separation sieht. Wir müssen in diesem Vereinten Europa, mit seinen vielen Nationen und Ethnien, einen Schritt weiter gehen. Wir leben in einer offenen, transkulturellen Gesellschaft. Wir haben in Brigittenau viele Migranten, aber sie sind sehr wohl integriert. Diese angebliche Parallelgesellschaft sehe ich differenzierter.

derStandard.at: Die Jugendlichen hier sprechen zum Beispiel oft Türkisch miteinander. Kann man wirklich sagen: Wien hat kein Integrationsproblem?

Wehsely: Dass auf der Straße viel Türkisch gesprochen wird, ist das ein Integrationsproblem? In New York fährt man nach Chinatown, damit man so etwas erleben kann. In Chicago feiern sie gerade groß den St. Patrick’s Day, wo alle, die in der 130. Generation einmal irisches Blut hatten, sagen, sie seien irisch. Wir müssen definieren, wie weit jemand Österreicher sein und dabei andere Wurzeln haben darf. Alle Jugendlichen in Wien sagen, sie seien Wiener, aber nicht alle sagen, dass sie Österreicher sind. Irgendwas dürften wir schon in Wien geschafft haben, dass sich alle Menschen zu dieser Stadt bekennen.

derStandard.at: Einkaufszentren wie dieses sind bevölkert mit Jugendlichen. Ist die heranwachsende Generation heute oberflächlicher, vielleicht auch weniger politisch, als noch vor 20 Jahren?

Wehsely: Ich glaube das ehrlich gesagt nicht. Es gibt da zu schnelle Urteile, nach dem Motto: „Weil sich die Jugend da trifft, ist sie konsumsüchtig.” Ich war zum Beispiel immer politisch, aber ich hatte viele Klassenkameraden, die es nicht waren.

derStandard.at: Was kann man gegen den Polit-Frust bei den Jungen tun?

Wehsely: Ich glaube, es gibt einen allgemeinen Politik-Frust. Man muss mit den Leuten reden. Ich gehe sehr gern in Klassen, in Jugendzentren. Ich versuche wirklich in Kontakt zu kommen. Ich bin nach wie vor draußen in den Parks unterwegs. Wenn die Leute einmal eine halbe Stunde ihren Frust ausgeschüttet haben, dann kann man mit ihnen differenziert diskutieren.

derStandard.at: Sie haben gesagt, die Stadt Wien nehme 30 Millionen Euro jährlich für Jugendarbeit in die Hand. Was passiert damit?

Wehsely: Die Grundidee der außerschulischen Jugendarbeit ist, dass man den Jugendlichen Räumlichkeiten mit einer Grundausstattung gratis zur Verfügung stellt. Computer, Internet, Drucker. Man soll dort seine Freizeit verbringen, Freunde treffen und zum Selbstkostenpreis ein Cola trinken können. Und die Erwachsenen, die du dort triffst, respektieren dich und packen dich nicht sofort an deinen Defiziten. Sie sagen grundsätzlich: Du bist okay. (Lukas Kapeller, derStandard.at, 17.3.2009)

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Zur Person

Tanja Wehsely (36) begann als diplomierte Sozialarbeiterin, unter anderem beim Verein Wiener Jugendzentren, deren Obfrau sie heute ist. Von 2002 bis 2006 war sie Bezirksrätin und Jugendbeauftragte in Brigittenau, seit 2007 sitzt sie im Wiener Gemeinderat. Gemeinsam mit Peko Baxant zeichnet sie für die Jugendpolitik der Wiener SPÖ verantwortlich. Ihre ältere Schwester Sonja ist Stadträtin für Gesundheit.

VOLKSHILFE

Monday, March 16th, 2009

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Jahreskonferenz der Brigittenauer Volkshilfe, Vorsitzende Sabine Wurm erzählt über die Arbeit d Volkshilfe 20. Primär die unbürokratischen geld- und material- sowie sachaufwände die Familien, vor allem kindern zu Gute kommen. Wichtige Arbeit, wichtige Organisation!