Positive Bilanz über 1 Jahr “Cash for Culture”
Vier Mädchen, die mit Hilfe des Geldes aus “Cash for Culture” das Stück “Das Mörderspiel” aufführen konnten, ein Mädchen, das ihr Buch zum Hörbuch weiterentwickeln kann, ein junger Hobby-Fotograf, der nicht nur ein Lomo-Projekt umsetzen, sondern darüber hinaus auch engere Kontakte zur Wiener Lomographischen Gesellschaft knüpfen konnte: Drei Beispiele von über 40 Projekten, die mit Hilfe des 2008 ins Leben gerufenen 60.000 Euro-Topfes von “Cash for Culture” realisiert werden konnten. Für Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der am Donnerstag Bilanz zog, ein “voller Erfolg”. Und: “Cash for Culture” wird fortgesetzt.”
Ab 2010 wird das Fördersystem ins offizielle Fördersystem der Stadt übernommen. Vor genau einem Jahr startete die Stadt Wien unter dem Titel “Cash for Culture” diese Förderschiene. Hierbei erhalten junge KünstlerInnen zwischen 13 und 20 Jahren für kleine kreative Projekte unkompliziert und schnell eine Förderung von maximal 1.000 Euro. Bestehende Institutionen in den Bezirken, die im Jugendbereich oder in der Gemeinwesenarbeit aktiv sind, unterstützen bei der Abwicklung der Projekte.
Von Jänner 2008 bis Februar 2009 wurden insgesamt 39 Kulturprojekte realisiert, weitere vier sind derzeit in Fertigstellung. Die realisierten Projekte umfassen die ganze Bandbreite der kulturellen Bereiche von Literatur, Tanz, Theater über Musical, Fotografie, Bildende Kunst und Mode sowie Projekte im öffentlichen Raum. Der Schwerpunkt des Interesses der Jugendlichen lag jedoch eindeutig im Film- und Musikbereich.
Überraschend war die Tatsache, dass 2/3 der Projekte von männlichen Jugendlichen eingereicht wurden. Eine parallel laufende Evaluierung geht derzeit der Frage nach, ob die ungleiche Geschlechterverteilung zufällig ist, oder ob es geschlechtsspezifische Zugangsbarrieren gibt. Als Bestätigung kann die statistische Verteilung der Wohnbezirke der ProjektbetreiberInnen bewertet werden. Lautete doch eines der Ziele von “Cash for Culture”, vermehrt Jugendliche aus den Wiener Randbezirken anzusprechen. Tatsächlich wurde die Initiative am stärksten in den Bezirken 14., 15., 16. und 22. angenommen.
Infos und Anmeldungen unter: www.cashforculture.at