Jugend und Gewalt


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Jugendliche/Gewalt - SP-Tanja Wehsely: “Medien müssen sich ihrer
Verantwortung gegenüber Jugendlichen bewusst werden” =

Wien (SPW-K) - “Wäre das, was manche Medien über unsere Jugend
berichten, die Wirklichkeit, würde ich mich fürchten. Ich bin oft
unter Jugendlichen und kann versichern: die Berichte haben wenig mit
der Realität gemein”, sagt SPÖ-Gemeinderätin Tanja Wehsely. Natürlich
gebe es immer wieder Vorfälle, die dann von den Medien
ausgeschlachtet werden. “Von diesen Einzelfällen auf alle Jugendliche
Rückschlüsse zu ziehen, ist aber kontraproduktiv”, sagt Wehsely.

Die Medien ersucht die Gemeinderätin, mit mehr Feingefühl
vorzugehen: “Natürlich will jeder 14-Jährige ultracool sein und wird
für ein Foto in einer Zeitung mit Messer und Schlagring posieren -
auch wenn er mit Gewalt nichts am Hut hat”. Was von solchen Berichten
in den Köpfen der Kids hängen bleibt: Willst du Aufmerksamkeit, musst
du brutal sein - “Und das ist genau die falsche Botschaft”, sagt
Wehsely.

Wien als Stadt der Jugend setzt auf Einbindung und Partizipation
von jungen Menschen in möglichst vielen Bereichen”, sagt Wehsely.
Wien setze dabei auf vielfältigste Angebote und Projekte, unter
anderem im Bereich Jugendarbeit. Erst vor kurzem wurde im Wiener
Gemeinderat ein umfassendes Paket im Bereich Jugendförderung
beschlossen: “Das Angebot für Jugendliche in Wien reicht von
Freizeit-Aktivitäten, über spezielle Projekte für Burschen und
Mädchen, über Medienprojekte, Beratungs- und Bildungsservice,
Jugendtreffs bis hin zur mobilen Jugendarbeit und der Parkbetreuung”,
listet Wehsely auf. “Insgesamt wendet Wien heuer 29 Millionen Euro
für Jugendarbeit auf. Mit ihrem vielfältigen Angebot für junge
Menschen ist die Stadt europaweit einzigartig!” Auch im Bereich
Arbeitsplätze gibt es für benachteiligte junge Menschen ein Projekt
von waff und AMS, bei dem Jugendliche eine Ausbildung und einen
Arbeitsplatz bekommen.

Wesentlich sei dabei immer, den Jugendlichen Respekt und
Vertrauen entgegenzubringen. “Unser Ziel ist es, die oft überzogene
und gegen Jugendliche gerichtete öffentliche Diskussion in sinnvolle
Bahnen zu lenken. Pauschale Verurteilungen sind jedenfalls fehl am
Platz! Klischees über ‘die Jugend von heute, die immer ärger wird’
sind so alt wie die Menschheit selbst und werden durch oftmalige
Wiederholung nicht richtiger”, sagt Tanja Wehsely.
(Schluss)

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